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Sie stehen immer noch in vielen Verkaufsregalen: Fertiggerichte, Marmeladen, Schokolade, Kekse oder Getränke beispielsweise, die angeblich speziell für Menschen mit Diabetes geeignet sind. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) meinen dazu kurz und knapp: Diese Produkte sind zu fett, zu kalorienreich und zu teuer. Die eindeutige Empfehlung lautet: Nicht kaufen! Viele Diabetes-Patienten kaufen die speziellen Produkte in dem Glauben, sie würden sich damit Gutes tun. Tatsächlich ist aber kein Nutzen nachgewiesen. Auch enthalten „Diabetikerprodukte“ oft mehr Kalorien als vergleichbare „normale“ Lebensmittel. Ein hoher Anteil an ungünstigen Fetten verstärkt darüber hinaus die Gewichtsprobleme Übergewichtiger. Die gängigen Zuckeraustauschmittel wie Fruchtzucker, Sorbit, Xylit, Mannit oder Isomalt verursachen hingegen bei vielen Patienten Unwohlsein, Blähungen oder Durchfälle. Eine empfehlenswerte Alternative kann eine Pflanze aus dem paraguayisch-brasilianischen Urwald sein: Stevia rebaudiana (auch Süßkraut oder Honigkraut genannt). Diese Pflanze birgt möglicherweise einen interessanten Ansatz, um die Stoffwechselsituation von Diabetikern zu verbessern. Stevia süßt etwa 30-fach stärker als Zucker und ist mit nahezu null Kalorien praktisch kalorienfrei. In den EU-Ländern steht der Süßstoff kurz vor der Zulassung, einzelne Produkte sind schon im Handel. Tatsächlich spielt die Ernährung bei der Therapie und Vorbeugung des Diabetes eine Schlüsselrolle . Sie sollte fettarm und reich an Ballaststoffen sein sowie viel frisches Gemüse und Obst enthalten. In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, lieber zwei Scheiben fettarm belegtes Vollkornbrot (beispielsweise Geflügelwurst oder ein pflanzlicher Brotaufstrich) statt Weißbrot mit Streich- oder Mettwurst.
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