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Vermutlich die häufigste diagnostizierte Leberveränderung. In bis zu 20% lassen sie sich zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung oder einer Computertomographie finden. Ausgeschlossen werden müssen parasitäre Zysten durch Fuchs- oder Hundebandwurmbefall. Die nicht-parasitären Zysten sind in der Regel angeboren und können unterschiedlich groß und sowohl in Leber, aber z.B. auch Niere in unterschiedlicher Anzahl verkommen. Eine Behandlungsindikation besteht in der Regel nur bei großen Zysten mit Beschwerden durch die Verdrängung anderer Organe. Die operative Behandlung besteht heutzutage im Regelfall in der laparoskopischen „Entdeckelung“, d. h. einer Abtragung der freien Wand. Selten sind Riesenzysten wie im folgenden Beispiel: Die 70jährige Patientin hatte ohne Beschwerden eine Bauchumfangsvermehrung bemerkt. Die computertomographischen Bilder (Dr. med. Bauer, Dr. med. Berner, radiologische Praxis am Krankenhaus Sachsenhausen) zeigte eine millimetergroße Ausdünnung des rechten Leberlappens. Die Patientin wurde laparoskopisch operiert und dabei 12 Liter (!) Zysteninhalt abgesaugt. Sie wurde nach wenigen Tagen beschwerdefrei nach Hause entlassen. |