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Unter videoendoskopischer Sicht können Prozesse im Rektum (Mastdarm) und Analkanal mit mikrochirurgischen Instrumenten behandelt werden. Mikrochirurgische Nahttechniken und die schonende Ultraschalldissektion garantieren eine schonende und blutarme Operation.
Vielen Patienten können damit aufwendige Operationen mit Bauchschnitt erspart werden.
Die Technik wird seit 1.1.2002 erfolgreich eingesetzt.
Umfangreiches Mikrochirurgie-Instrumentarium einschließlich Ultraschall-Dissektor eröffnet neue Möglichkeiten bei der Behandlung von gut- und bösartigen Neubildungen im Analkanal und Rektum.

 

Transanale endoskopische Mikrochirurgie - Geschichtlicher Hintergrund
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Die 'Transanale Endoskopische Mikrochirurgie' (TEM-Technik)wurde von G.Buess 1984 als neue technische Methode in das Spektrum der Operationstechniken eingeführt. Das Prinzip besteht in einem großen Operationsrektoskop mit gasdichter Instrumentenschleuse, stereoskopischer, vergrößernder Optik und Videooptik-Kanal für die Assistenz bzw. Instrumenten-Personal, einer permanenten und einer druckgesteuerten CO2-Dauerinsufflation zur Offenhaltung des Rektum-Lumens. Die stereoskopische Sicht bei optimaler Ausleuchtung des Operationsgebietes ermöglicht eine blutarme Resektion in allen Rektumabschnitten, wobei bevorzugt im unteren und mittleren Rektumdrittel operiert wird (Bild 1-4). Im oberen Rekumdrittel besteht durch die Verwendung des langen Rektoskopitubus (20 cm) augeprägt eingeschränkte Bewegungsfreiheit, so dass z.B. bösartige Zellverbände mit mehr als 2 cm Durchmesser schwierig anzugehen sind, da durch den obligaten Sicherheitsabstand von 5 - 10 mm und der Fixierung des Rektums im kleinen Becken das TEM-Rektoskop kaum mehr intrarektal bewegt werden kann und nur das Sichtfeld als Resektionsfläche verbleibt. Die TEM ist von der Sache her die optimale Form der transanalen Chirurgie, sofern sich der Operateur häufig mit dem technischen Aufbau befaßt und vor allem das präoperative Handling der Aufbautechnik und der Patientenlagerung überwacht bzw. selbst vornimmt. Die Methode wurde zunächst begrüßt, sie zeigte jedoch wegen der Komplexität der technischen Einzelheiten und einem grundsätzlichen Umdenken der Handhabung langer Instrumente auf kleinstem Raum vielen Operateuren die Grenze der Geduld und des persönlichen technischen Verständnisses. Daher kam es nach erster Euphorie und weitberbreitetem Verkauf des Instrumentariums nur zu einer begrenzten Verbreitung dieser Operationsleistung mit der Konsequenz, dass nur an wenigen Kliniken Operateure mit größerer TEM-Erfahrung sind.

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