Zur Zeit beschränkt sich die Indikation zum laparoskopischen Vorgehen auf die rezidivierende Sigmadivertikulitis.
Voruntersuchung
Operation
Die Operation erfolgt im Intervall, also nicht im Rahmen eines Entzündungsschubs. Das Sigmakarzinom wird zur Zeit in unserer Abteilung noch offen operiert. Zunächst müssen die Ergebnisse der laparoskopischen Operation einiger Zentren abgewartet werden. Wahrscheinlich wird sich auch hier das laparoskopische Vorgehen etablieren, da die anatomischen Strukturen und Gewebsgrenzen durch die Vergrößerung der Kamera besser darstellbar sind. Für die laparoskopische Sigmaresektion benötigen wir vier Zugänge. Ein 10 mm Trokar am Nabel für die Kamera, zwei 10-er Zugänge im rechten Mittel- und Unterbauch sowie ein 12,5 mm Zugang im linken Unterbauch. Zunächst wird das Sigma laparoskopisch mobilisiert, die Umschlagfalte inzidiert und gestreckt. Die Gefäße werden zwischen resorbierbaren Klips durchtrennt. Über den 12,5 mm Trokar wird ein Klammergerät eingeführt, womit das Rektum abgesetzt wird. Anschließend wird der Trokar entfernt, der Schnitt erweitert und das Sigma vor die Bauchdecke gezogen. Die proximale Resektionsfläche wird freipräpariert, eine Tabakbeutelnaht angelegt, der Staplerkopf des Klammergerätes für die Anastomose eingeknotet. Anschließend wird das Darmende in die Bauchhöhle reponiert und die Inzision luftdicht verschlossen. Nun wird der Staplerkopf laparoskopisch mit dem rektal eingeführten Klammergerät zusammengeführt und die Anastomose hergestellt. Anschließend erfolgt eine ausgiebige Spülung des Abdomens und es wird eine Drainage eingelegt. Postoperativ erfolgt der Kostaufbau innerhalb von 3 Tagen, im Durchschnitt werden die Patienten zwischen dem 5. und 7. postoperativen Tag bereits wieder entlassen.