Startseite  | Impressum  | Kontakt  | Übersicht
 
 
 
»Vorwort zur minimal-invasiven Chirurgie (Schlüssellochchirurgie)
»Diagnostische Laparoskopie (Bauchspiegelung)
»Laparoskopische Sigmaresektion
»Laparoskopische Dickdarmresektion
»Transanale Mikrochirurgie
»Laparoskopische Herniotomie
»Laparoskopische Adhäsiolyse (Verwachsungen)
»Laparoskopische Appendektomie (Blindarmentfernung)
»Laparoskopische Cholecystektomie (Gallenblasen Entfernung)
»Laparoskopische Fundoplication
»Laparoskopische Operation von Lebercysten
 
Standort : Medizin / Chirurgie / Chirurgie: Leistunge... / Minimal-invasive Chi... / Laparoskopische Chol... /
Laparoskopische Cholecystektomie (Gallenblasen Entfernung)
laparoskopische_cholecystektomie.jpg
Klicken Sie hier zum vergrößern
Bei vielen Menschen entstehen in der Gallenblase Cholesterin-Gallensteine ohne dass wir die eigentliche Entstehungsursache dafür kennen. Gallensteine können jahrelang vorhanden sein, ohne das sie sich bemerkbar machen. Die Steine können aber auch zu Entzündungen der Gallenblase mit heftigsten, kolikartigen Schmerzen führen. Wenn dies der Fall ist, sprechen wir von einem symptomatischen Gallensteinleiden und dann ist der Zeitpunkt zur Operation gekommen. Die beste Behandlung besteht in der operativen Entfernung der Gallensteine und der Gallenblase. Entfernt man nur die Gallensteine, so können in der belassenen Gallenblase neue Steine entstehen und das Leiden beginnt von vorne. Die erste operative Gallenblasen-Entfernung wurde vor gut 100 Jahren ( 15. Juli 1882 in Berlin von Langenbuch ) durchgeführt. Diese Operation wurde in all den Jahren so standardisiert, dass die postoperative Sterblichkeit heute sehr gering ist und bei 0,1 bis 0,5 % liegt. Dennoch gibt es aber nach der Gallenblasen-Operation immer wieder Komplikationen, wobei die Mehrzahl auf den Bauchschnitt zurückzuführen ist. Ein Operationsverfahren, dass den Bauchschnitt überflüssig macht, müßte folglich auch bessere Resultate zur Folge haben. 1987 wurde in Lyon in Frankreich die erste laparoskopische Gallenblasenentfernung durchgeführt. Diese Operationsmethode verbreitete sich in den letzten Jahren mit rasantem Tempo und gilt heute bereits als Standardeingriff.
Operationstechnik
laparoskopische_cholecystektomie_2.jpg
Klicken Sie hier zum vergrößern
Für die laparoskopische Gallenblasenentfernung lagern wir den Patienten mit gespreizten Beinen , so dass der Operateur zwischen den Beinen stehen kann und von hier aus die Instrumente bedient. Sein Blick ist dabei nicht auf den Bauch, sondern auf den Fernsehmonitor gerichtet. (geändert) Nach Einblasen des Kohlendioxid- Gases in die Bauchhöhle führen wir das Laparoskop über den Nabeltrokar ein und Inspizieren zunächst den gesamten Bauchraum. Danach führen wir über 3 weitere kleine Hautschnitte Arbeitstrokare in den Bauch ein, wie auf dem Bild zu sehen ist. Danach wird mit feinen Arbeitsinstrumenten die Gallenblase schrittweise freipräpariert, wobei der Gallenblasengang und ein Blutgefäß mit Titanklips sicher verschlossen werden müssen. Wenn die Gallenblase aus ihrem Leberbett vollständig herausgelöst ist, erfolgt, wie bei der offenen Gallenblasenoperation auch, die sorgfältige Blutstillung meist mit Hilfe des Hochfrequenzstroms. Über die Wunde im li. Mittelbauch wird anschließend die steingefüllte Gallenblase aus dem Bauch herausgezogen. Dazu ist es gelegentlich bei großen Steinen nötig, die Steine mit einer Zange vorher zu zerkleinern. Anschließend werden die 4 kleinen Wunden wie üblich zugenäht.

Wie bei jeder Operation, so kann es auch bei der laparoskopischen Gallenblasenoperation selbst bei sorgfältigster Durchführung zu Komplikationen kommen (Infektionen, Nachblutungen, Gallenfistel ). Bei großen Statistiken schwankt die Gesamt- Komplikationsrate um die 2,6 %. Die Sterblichkeitsrate nach laparoskopischer Gallenblasen-Entfernung schwankt zwischen 0,1 und 0,9 %. In der Dauer der Operation gibt es keinen Unterschied mehr zwischen einer offenen und einer laparoskopisch durchgeführten Gallenblasenentfernung. Die eigentlichen Vorteile der Operationsmethode bemerkt der Patient aber erst postoperativ. In der Regel braucht der Patient nach der Operation weder eine Magensonde noch eine Wunddrainage. Der Patient steht bereits am Operationsabend aus dem Bett auf und kann zügig mobilisiert werden. Die Schmerzempfindung nach der laparoskopischen Operation ist deutlich geringer, was wir anhand des Schmerzmittelverbrauchs nachweisen können. Bereits am Morgen nach der Operation kann die Ernährung wieder zügig aufgebaut werden, weil auch die Darmfunktion sehr viel schneller und sicherer wieder in Gang kommt. Die Verweildauer im Krankenhaus ist geringer und wird sich in Zukunft noch weiter verkürzen. Diese Vorteile haben die laparoskopischen Gallenblasen-Operation binnen weniger Jahre zu einer Routine-Operation werden lassen.



 
  Impuls der Woche
 
 
Wie viel Freude steckt in uns,  . . .  mehr »
 
 
  Aktuelles
Get Adobe Flash player
alle News | News-Archiv  
 
  Babygalerie
 
     
  printSeite drucken
blättern
  Krankenhaus Sachsenhausen des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes GmbH | Schulstraße 31 | 60594 Frankfurt a. M. | Telefon: 069 6605-0 | Telefax: 069 6605-1769
 
© M3-Marketingagentur