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Europas größter Fachkongress zur Adipositaschirurgie 2004 in Frankfurt. Beim 3. Frankfurter Meeting stellen internationale Experten aktuelle Erkenntnisse der Adipositaschirurgie vor. Experten sprechen von einer weltweiten Adipositasepidemie: Rund 300 Millionen Menschen werden rund um den Globus als fettleibig oder adipös eingestuft und auch in Deutschland steigt diese Zahl kontinuierlich an. 12,9 Prozent aller Deutschen haben einen Body-Mass-Index von mehr als 30 kg/m² und gelten somit als krankhaft übergewichtig. Am 11. und 12. November hat sich das „3. Frankfurter Meeting zur laparoskopischen Adipositaschirurgie“ mit den Möglichkeiten beschäftigt, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Organisiert wurde die Tagung von der Obesity Academy Frankfurt e. V., der Anlaufstelle für Mediziner und Patienten rund um alle Fragen zur Adipositastherapie. Mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, der Deutschen Adipositas Gesellschaft und der International Federation for the Surgery of Obesity (I.F.S.O.) unterstützen drei große Fachgesellschaften diesen Fachkongress. Das Frankfurter Meeting zählt mittlerweile zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Europa. An zwei Tagen standen sowohl praktische als auch theoretische Präsentationen auf dem Programm. Ein Highlight der Tagung war die Übertragung von Live-Operationen, wie beispielsweise dem Einbringen eines Magenballons oder -bandes.
Hochkarätige Referenten Immer wenn der Weltkongress zur Adipositaschirurgie außerhalb von Europa stattfindet, laden die Initiatoren des Frankfurter Meetings ein, um über die aktuellen Entwicklungen der interventionellen Adipositasbehandlung und die neuesten Forschungsergebnisse zu berichten. In diesem Jahr gastiert der Weltkongress in Japan und so waren am 11. und 12. November zahlreiche internationale Experten wie Professor Dr. Scopinaro, Italien, Professor Dr. M. Chevallier, Frankreich, Dr. J.W.M. Greve, Belgien und Professor Dr. R. Weiner, Deutschland in Frankfurts Römer, um den aktuellen Behandlungsstand der Adipositaschirurgie an das europäische Fachpublikum zu berichten.
Größtes Fachmeeting in Europa Mit mehr als 250 Teilnehmern aus 28 Ländern (darunter Mexico, Brasilien, USA, Frankreich, Italien, Russland, Polen , Czech Republik …) ist das Frankfurter Meeting eines der größten Meetings für Adipositaschirurgie in Europa.
Live-OPs im Fokus Am ersten Tag wurde den Kongressteilnehmern bei vier Übertragungen von Live-Operationen die verschiedenen Techniken und Verfahren der Adipositaschirurgie veranschaulicht und vermittelt. Dabei gab es Übertragungen aus Frankfurt vom intragastrischen Einsetzen eines Magenballons sowie vom laparoskopischen Legen eines Magenbandes. Ein besonderes Highlight war eine Live-Übertragung aus den USA . Prof. Dr. M. Gagner, New York, der Vorreiter der laparoskopischen Adipositaschirurgie, operierte live einen Biliopankreatischen Bypass mit Duodenal-Switch (BPD-DS). Die Tagungsteilnehmer hatten so die Möglichkeit, einem der besten Adipositaschirurgen live über die Schulter zu schauen und von ihm zu lernen. In den anschließenden Diskussionsrunden konnten alle Fragen zur Vorgehensweise und Technik an die Experten gestellt werden.
Neuste Forschungsergebnisse Stand am ersten Tag die Praxis im Fokus, so lag am zweiten Konferenztag der Schwerpunkt auf der Präsentation neuester wissenschaftlicher Ergebnisse aus der Adipositasforschung. Der Erfahrungsbericht von Prof. Dr. N. Scopinaro, dem Nestor der Adipositaschirurgie und Entwickler des BPD-Verfahrens, aus 30 Jahren Adipositaschirurgie war ein Höhepunkt des Tages. Mit einem Vortrag von Dr. Branson, Schweiz, zur Bedeutung der genetischen Ausgangsbasis für die Behandlung von Adipositas wurde zudem über wissenschaftliches Neuland in der Adipositaschirurgie berichtet. Denn aktuelle Forschungsergebnisse offenbaren: Der Erfolg eines Operationsverfahrens hängt auch von der genetischen Grundausstattung des Patienten ab.
Nähere Informationen zur Adipositaschirurgie :
weitere Informationen: http://www.frankfurter-meeting.de/3rd_frankfurt_meeting.htm Kongressbericht |