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| Um die Mitarbeiterschaft des Hauses an den Erlebnissen der Reise teilhaben zu lassen, fand am 23. März 2009 eine Informationsveranstaltung in unserer vollbesetzten Krankenhaus-Kapelle statt. Unterlegt mit Bildern schilderten Uwe Diehm und Dr. Hessler in eindrücklicher Weise, was die Gruppe in 12 Tagen erlebte hatte.
Das Mutterhaus in Rubengera wurde durch Diakonissen aus den Niederlanden und der Schweiz 1984 gegründet. Heute engagieren sich 40 einheimische Schwestern u. a. in einem Waisenhaus, einer Gesundheitsstation der evangelisch-presbyter-ianischen Kirche (EPK) und in einem Landwirtschaftsprojekt.
In der Gesundheitsstation in Rubengera werden jährlich 21.500 Menschen betreut. In der Station sind 18 geprüfte Krankenpfleger/innen, Laborassistenten und Ernährungsberaterinnen für die Patienten da. Es werden 1.600 Sprechstunden pro Monat abgehalten. Die Hauptkrankheiten sind Lungenentzündung, Durchfall-erkrankungen, Malaria und AIDS. Das Behandlungsspektrum reicht von HIV-Tests und AIDS-Behandlung über Entbindungen (600 pro Jahr) bis hin zu Ernährungs-beratung. Wie Krankenhausdirektor Uwe Diehm berichtete, fehlt es in vielen Einrichtungen vor allem an Wasser und Strom oder Pflegehilfsmitteln wie Rollstühlen
Ein weiteres Problem ist die Überbelegung von Krankenzimmern. Es kommt vor, so Dr. Hessler, dass drei Kinder in einem Bett untergebracht sind und die Mütter unter dem Bett schlafen.
Der Mangel an Fachkräften, vorrangig an Ärzten, wird im Land besonders beklagt. Einige Krankenhäuser sind durch Spendenmittel zwar mit modernen Gerätschaften ausgestattet – es fehlen jedoch Ärzte, die sie bedienen können. Die Mitarbeiter der EPK wünschen sich deshalb dringend Unterstützung durch europäische Ärzte, die für einige Wochen im Land bleiben, um zu helfen. Aus diesem Grund wird im Oktober/November dieses Jahres wieder ein Team aus Mitarbeiter/innen unseres Krankenhauses nach Ruanda reisen.
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