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Beim Schwangerschaftsdiabetes handelt es sich um eine Blutzucker-Verwertungsstörung, die erstmals in der Schwangerschaft auftritt. Im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel werden vermehrt Schwangerschaftshormone gebildet (HPL, Östrogene, Gestagene, Cortisol). Hierdurch ist die Insulinwirkung herabgesetzt und nach den Mahlzeiten bleibt der Blutzuckerspiegel länger erhöht. Damit die Schwangerschaft für Mutter und Kind möglichst ohne Risiken verläuft, ist es wichtig, die Blutzuckerwerte vor und nach den Mahlzeiten im vorgegebenen Normbereich zu halten. Oft reicht es schon aus, die Ernährung zu optimieren, die Kohlenhydratmahlzeiten gleichmäßig über den Tag zu verteilen sowie regelmäßige Bewegungseinheiten am Tag durchzuführen. Eine Ernährungsoptimierung bedeutet hierbei nicht die Durchführung einer speziellen Diät, sondern eine bewusste und gezielte Auswahl günstiger Nahrungsmitteln. Sollten diese Optimierungen nicht zum gewünschten Ziel führen, wird mit einer Insulintherapie begonnen, da Tabletten in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden dürfen. |