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Die kontinuierliche Glukosemessung

Die Güte der Stoffwechseleinstellung ist bei Patienten mit Diabetes mellitus von entscheidender Bedeutung. Punktuelle Blutzuckermessungen geben jedoch nur einen kurzen Einblick in den täglichen Blutzuckerverlauf. So werden oft erhöhte Blutzuckerwerte nach dem Essen, nächtliche niedrige oder auch hohe Blutzuckerwerte nicht gemessen und erfasst. Beides wirkt sich jedoch auf den HbA1c-Wert bzw. auf den weiteren Verlauf des Diabetes mellitus nachteilig aus.  

Um einen besseren Überblick des täglichen Blutzuckerverlaufs zu bekommen, gibt es die Möglichkeit der kontinuierlichen Glukosedarstellung in der Gewebsflüssigkeit des Unterhautfettgewebes.

Zur kontinuierlichen Glukosemessung werden zur Zeit 4 verschiedene Systeme angeboten:

  • CGMS                       (Medtronic)
  • Guardian RT               (Medtronic)
  • Glucoday                   (Menarini)
  • Glucowatch                (Cygnus Inc.)

Im Krankenhaus bieten wir hierzu 2 Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung an:

1. CGMS (Continuierliches Glucose Monitoring System)

Ein Sensor, der in das Unterhautfettgewebe gelegt wird, zeichnet 288 Glukosedaten pro Tag auf. Der Patient misst auch weiterhin am Tag den Blutzucker und gibt diesen, sowie  andere Ereignisse (Mahlzeit, Insulin, Bewegung…) anhand von Zahlencodes in das Gerät ein.
Nach drei Tagen werden die gespeicherten Daten am Computer ausgelesen.
Anhand der aufgezeichneten Graphiken erhält man einen umfassenden Überblick über den Blutzuckerverlauf und kann auf der Basis dieser Messungen die Blutzuckereinstellung optimieren.

2. Guardian RT (Realtime)

Dieses System funktioniert genauso wie das CGMS, verfügt aber zudem: 

  • über die Echtzeitmessung: 
    Der aktuelle Glukosewert kann jederzeit im Display abgelesen werden.
  • über eine Alarmfunktion: 
    Werden die eingegebenen Blutzuckerzielbereiche unter- bzw. überschritten 
    wird der Alarm ausgelöst und der Patient kann entsprechend reagieren. 

In folgenden Situationen ist dies ist ein großer Vorteil: 

  • bei Verdacht auf nächtliche Unterzuckerungen bei Unterzuckerungswahrnehmungsstörungen
  • in der Diabetestherapie bei Kindern; gerade um den Eltern eine zusätzliche 
    Sicherheit für die Nacht zu geben. 

Generell profitiert jeder Diabetiker von der kontinuierlichen Blutzuckerkontrolle. Besonders wichtig ist sie: 

  • Zur Erfassung des nächtlichen Blutzuckerverlaufs, insbesondere zur 
    Aufdeckung nächtlicher Hypoglykämien
  • Zur Abklärung wiederholter Hypoglykämien, insbesondere bei Patienten mit 
    gestörter Hypoglykämie-Wahrnehmungsfähigkeit oder ausgeprägter Angst vor 
    Hypoglykämien 
  • Zur Therapieoptimierung bei schwierigen Einstellungssituationen, z.B. 
    Insulinpumpentherapie 
  • Bei einer Diskrepanz zwischen HbA1c-Wert und dokumentierten Blutzucker-
    messungen 
  • Für schwangere Diabetikerinnen und bei Gestationsdiabetes 

Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter: 069/6605-1330




 
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