Neuer Chefarzt am Krankenhaus Sachsenhausen:

Das Krankenhaus Sachsenhausen hat einen neuen Chefarzt:

Der auf minimal-invasive Operationen spezialisierte Facharzt Prof. Dr. med. Amadeus Hornemann leitet ab sofort die Klinik für operative Gynäkologie. Er tritt die Nachfolge von Dr. med. Philipp-Andreas Hessler an. Unterstützung erhält Prof. Dr. Hornemann von dem neuen Leitenden Oberarzt Dr. med. Christoph Therre. Beide freuen sich auf ihre Aufgabe in Sachsenhausen.

„Bei der Behandlung gynäkologischer Erkrankungen setzen wir bevorzugt auf minimal-invasive Verfahren“, erklärt Prof. Dr. Hornemann. Damit habe das Krankenhaus sehr gute Erfahrungen gemacht.
Auch die Patientinnen schätzten diese Technik, da sie zahlreiche Vorteile böte: „Die Schlüsselloch-Chirurgie verzichtet auf große Bauchschnitte und verkürzt damit die Erholungszeit nach der Operation deutlich.“ Zum Behandlungsspektrum der Klinik gehören gut- und bösartige Tumore, Myome, Endometriose und weitere gynäkologische Krankheitsbilder. In diesem Jahr habe das Haus zudem zwei neue OP-Systeme mit einer dreidimensionalen Visualisierung erhalten. „Damit lassen sich die Strukturen im Bauchraum noch detaillierter darstellen und entsprechend kann präziser und sicherer operiert werden“, erklärt Prof. Dr. Hornemann.

Neue Operationstechnik bei Gebärmuttersenkung entwickelt

Für Patientinnen, die an einer Senkung der Gebärmutter leiden, hat Hornemann ein neues OP-Verfahren
entwickelt. Statt Kunststoffnetze, wie weithin üblich, verwenden er und sein Team körpereigenes Gewebe. „Die Fixierung ist so für die Frauen leichter verträglich, Abstoßungsreaktionen werden vermieden.“ Für die Entwicklung dieser neuen Operationstechnik wurde der Mediziner
2019 mit dem renommierten Kurt-Semm-Preis ausgezeichnet.

Zertifizierte Behandlungsqualität

Fast 10 Jahre lang leitete Professor Dr. Hornemann die Myomsprechstunde der Frauenklinik am
Universitätsklinikum Mannheim. Für minimal-invasive Operationen kamen die Patientinnen aus ganz Deutschland zu ihm. Selbst größte Befunde an der Gebärmutter wurden von ihm „durch das Schlüsselloch“ operiert. Der Spezialist für minimal-invasive Operationen ist Träger des MIC III-Zertifikats
der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE). Dieses Zertifikat steht für große Erfahrung im Bereich minimal-invasiver Operationen. Nicht einmal 100 der über 17.000 Gynäkologen in Deutschland sind damit ausgezeichnet.

Krankenhausdirektor Dr. Uwe Kage ist sehr froh, dass er die zwei renommierten Mediziner für das Krankenhaus gewinnen konnte: „Seit vielen Jahren zählt die Klinik für operative Gynäkologie zu den wichtigsten Zentren für minimal-invasive Chirurgie in Deutschland. Die Patientinnen schätzen
die gute medizinische Behandlungsqualität in Kombination mit der persönlichen Zuwendung. Als diakonisches Krankenhaus spielt dieser Zweiklang für uns eine wichtige Rolle.“

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